Exklusive Vorhänge

Die Wohnung als Ruhepol

Als der Mensch in frühen Zeiten seiner Geschichte damit begann Höhlen zu bewohnen oder eigene Hütten aufzustellen, da war der Begriff der „Wohnung“ noch nicht geboren. Im Vordergrund stand die Notwendigkeit, sich vor Gefahren und Witterungseinflüssen zu schützen. Ein Dach über dem Kopf im Regen schonte die eigene Gesundheit und sorgte für eine verbesserte Erholung während der Nacht. Die Einrichtung bestand im besten Falle aus einem Strohlager und ein paar noch nicht gänzlich abgenagten Knochen für die Zwischenmahlzeit.

Eine Wohnung erfüllt heute mehr Wünsche, als nur das Dach für den Regenschutz (obwohl niemand bestreiten mag, dass auch dieser Zweck noch eine Rolle spielt). Eine Wohnung ist heute der soziale Treffpunkt einer Familie, jener Ort an dem man nach einem langen Arbeits- oder Schultag wieder zusammen kommt und sich die Sorgen von der Seele redet. Eine Wohnung ist auch die Spielwiese, die man zur Freizeitgestaltung nutzen kann. Ob man die knappen Stunden der eigenen Freizeit vor dem Fernseher verbringt oder im gemeinsamen Spiel mit den eigenen Kindern, in jedem Falle findet ein nicht unerheblicher Teil der Freizeitgestaltung von Familien und Singles in den Räumen der eigenen Wohnung statt.

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 Das eigene Schneckenhaus

Eine Wohnung ist aber auch der Ort, um sich zurück zu ziehen. Ein Ort, um zur Ruhe zu kommen und an dem man das eigene Leben entschleunigen kann. Und das wird in modernen Zeiten immer wichtiger. Denn wenn das Berufsleben und der moderne Alltag den Menschen herausfordern, dann benötigt er auch einen Mittelpunkt der Ruhe. Und diese Funktion erfüllt die eigene Wohnung in aller Regel besser als die Kneipe in der Straße nebenan.

Die Wohnungseinrichtung bestimmt die individuelle Note

Ob man zur Miete wohnt, oder ob man der Familie eigene vier Wände gegönnt hat, wer darauf verzichtet, der eigenen Wohnung oder dem bewohnten Haus eine individuelle Note zu geben, der braucht sich nicht zu wundern, wenn die Identifikation mit den Räumlichkeiten am Ende des Tages nicht viel ausgeprägter ist, als es zur Zeit der Urmenschen der Falle gewesen sein mag. Zweifellos, es bedeutet etwas Arbeit schön zu wohnen, aber eine Wohnung als Ruhepol im eigenen Leben fällt nicht vom Himmel und bevor man im Wohnzimmer entspannt die Gliedmaßen ausstrecken kann, sollte man zumindest über ein Sofa verfügen. Bilder bringen persönliche Botschaften an die Wände und bei der Auswahl der Möbel sollte man sich auch dann über ein Gesamtkonzept Gedanken machen, wenn man kein ausgebildeter Innenarchitekt geworden ist. Schon der Satiriker Loriot wusste in seinem Film „Ödipussi“ zu sagen: „Eine Sammlung unterschiedlicher Stühle macht noch keine Sitzgruppe“.

Vorhänge: Die Nachbarschaft dosieren

Glücklich kann sich schätzen, wer freundlichen Nachbarn hat. Doch man sollte selbst entscheiden können, ob und wann man diesen begegnet. Wer auf Vorhänge verzichtet, der lebt trotz Wohnung praktisch immer auf der Straße. Das kann insbesondere bei Wohnräumen im Erdgeschoss zur Belastung werden. Vorhänge sind nicht nur eine Zierde für die Wohnung, sie helfen auch dabei, die Nachbarschaft stets im gewünschten Maß dosieren zu können. Man kann sie zur Seite ziehen um den Nachbarn zu einem Bier einzuladen, man kann mit ihnen aber auch das Fenster bedecken, wenn die Familie (oder der Single) einmal alleine sein möchte. Eine Gardine lässt das Außenlicht in die Räume, ohne dass man von außen nach drinnen sehen kann und im Schlafzimmer ist ein Vorhang für die Lichtabdeckung angesagt. In den Niederlanden ist es übrigens vielerorts gar nicht üblich, Gardinen aufzuziehen. Offenbar ist das Bedürfnis, sich auch zeitweise von der Nachbarschaft abzusondern, gar nicht so ausgeprägt wie in unseren Landen. Oder man nutzt alternativ gleich den Rolladen, um diesem Bedürfnis nachzukommen. Dann dringt allerdings auch kein Licht mehr in die Räume der eigenen Wohnung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Nasha Ambrosch

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